JMax with and for Sam de Groot
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Janson Max and Janson Max Neue
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Janson Max in use for "And yet, and yet..." by Nescio, 2009
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Janson Max Neue 2013
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"The Uncertainty Principle" by Martin Herbert
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Sam de Groot remembers:

In 2008, I was looking for an odd, chunky serif font for two odd, chunky little books I was making (Little Titans and And yet, and yet... by Nescio). I couldn’t find a suitable one, so I hacked one into existence based on Janson Text, simply shortening all descenders/ascenders/capitals and adding some boldness. This simple procedure resulted in some beautifully comical, stocky characters (such as U and P) as well as some examples of my rather limited mastery of the Bézier curve (most notably the S). The rough risograph printing helped obscure some of these imperfections.

In 2013, I was looking for an odd, chunky serif font for a book I was designing for Sternberg Press (The Uncertainty Principle by Martin Herbert). I had to think of my old Janson Max. Annoyed with all the rough aspects of my hack, I asked Johannes and Fabian to remaster it. In dialogue with me, they cleaned up every single curve, reevaluated the horizontal/vertical contrast and the textures of serifs and terminals. More noticeably, they redesigned the characters that had bugged me from the start: S, a, and the lining numerals. We spent some time looking at original type specimens by Miklós Kis (upon which Janson Text is based) as well as other revivals. Lots of good stuff there, but we decided to forget about those. Instead, Dinamo’s additions to Janson Max Neue are refreshingly ahistorical and contemporary.
(Sam de Groot, 10 May 2016, Amsterdam)

Custom Typeface for Kunsthalle Zurich
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Interview with Lilly-Pauline Koper about the custom font as part of Dan Solbach’s Kunsthalle Zurich’s redesign.

Wie ist die Schrift entstanden? Was sind die Einflüsse?
Die Schrift basiert lose auf einer frühen Grotesk-Schrift von Walter Käch, der in Zürich unterrichtete und unter anderem der Lehrer des berühmten Schweizer Schriftgestalters Adrian Frutiger war. In seinem Lehrmittel »Schriften, Lettering, Ecritures« von 1949 finden sich Entwürfe, die unübersehbar Einfluss auf Helvetica und Univers hatten und super Namen tragen: «Segel Club», «Röntgentherapie», «Velo». Oder eben die «Rauchwaren», in deren Dunstkreis die Kunsthalle Zürich-Schrift entstanden ist.

Was ist die Message?
Das Buch «Schriften, Lettering, Ecritures» und die Zürcher Gestaltungs-Geschichte waren zentral für unseren Entwurf, doch Tests verdeutlichten schnell dass eine 1zu1-Digitalisierung zu sehr in ihrer Zeit verhaftet bleibt. Wir haben versucht, die Schlüsselmomente der Vorlage in eine Form von heute zu giessen – die Message mag demnach als Plädoyer für einen bewussten Umgang respektive Interpretation von Geschichte und Tradition gelesen werden.

Was hat es mit den Proportionen auf sich?
Zum einen setzt Dan Solbachs Gestaltung für die Kunsthalle stark auf Struktur – eine Titel-Version schien immer eine interessante Erweiterung zu unserem Entwurf. Zum anderen waren wir seit dem Beginn des Gestaltungsprozesses mit dabei, wodurch Schrift und Layout sich stets gegenseitig informieren konnten. Als Inhalts-schwere Inserate einen engen Satz erforderten, kam die Streichung der Unterlängen nicht nur platztechnisch, sondern auch in ihrer optischen und inhaltlichen Qualität als Verschiebungsmoment günstig.

Wieso der Name «Rauchwaren»?
Da sich unsere Schrift im Entwurfsprozess von der Vorlage entfernte, hatten wir erst Hemmungen den Namen direkt zu übernehmen. Doch die Suche nach einem vergleichbar guten Wort verlief so krampfhaft, dass wir es schlussendlich am ehrlichsten fanden, die Vorlage zu berauben.

Warum eine eigene Schrift für die Kunsthalle?
Jede Schrift, die gezeichnet wird, trägt in ihrer Kontur die Spuren des Kontextes, in dem und für den sie geschaffen wurde. Eine massangefertigte Schrift kann dazu dienen, eine kuratorische Aussage zu visualisieren oder eine konzeptionelle Absicht zu unterstreichen. Der Grafiker bekommt sein eigenes, unikates Werkzeug an die Hand, welches er kennt und wie einzusetzen weiss. Für uns als Typefoundry ist der Dialog mit dem Grafiker, in dessen Auftrag wir eine Schrift gestalten, ein willkommener Gegenpol zu unseren anderen Entwürfen, bei denen wir auf keine besondere Situation reagieren müssen.

Custom Type for Festival Bom, Seoul
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Developed with and for the anonymous design group ‘dgt’.
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